Alpakas sowie auch Lamas gehören zu den Neuweltkameliden.
Sie stammen ursprünglich aus den Anden in Südamerika.

Das Alpaka ist am nächsten mit den schon fast ausgerotteten Vikunja verwandt,und das Lama mit dem Guanako.

Bereits 3000 v.Chr. setzte die Domestikation der Alpakas und auch der Lamas ein.

Im Inkareich züchtete man das Alpaka für seine feine Wolle, auch "Gold der Inkas" genannt.

Das Lama hingegen wurde als Lastentier gebraucht, und war ausgezeichnet geeignet die steilen Andenpässe zu passieren.

Im 15. Jh. als die Spanier auf Eroberungsfeldzug waren, schlachteten sie fast alle Alpakas ab. Sie wollten keine Konkurenten für ihre mitgebrachten Schafe und Rinder haben.

Einige wenige Alpakas überlebten und flüchteten mit den Inkas ins unwirtliche Hochland der Anden.
Von diesen wenigen Überlebenden stammen alle heutigen Alpakas ab.
Das ist auch mit ein Grund für ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Klimazonen.


Es gibt zwei Alpakatypen, das Huacaya- und das Surialpaka. 90% aller Alpakas sind Huacayas.
Das Huacyaalpaka hat eine sehr feine, dichte und gekräuselte Faser (das Crimp).
Es muß jedes Jahr im Frühjahr von seiner Wolle befreit werden.
Man spricht von der Alpakafaser welche sehr weich und warm ist. Außerdem enthält sie fast kein Lanolin (Fett) und ist dadurch verträglicher für viele Menschen die sonst allergisch gegen Schafwolle reagieren.

Das Surialpaka dagegen hat lange, glänzende und gelockte Strähnen (Rastalocken), welche gerade am Tier herunterhängen. Ein Suri wird jedes oder jedes zweite Jahr geschoren.

Alpakas haben eine Lebenserwartung von 20- 25 Jahren. Ein ausgewachsenes Tier wiegt zwischen 50-80 kg. Damit sind sie auch kleiner als die Lamas.

Sie sind Paarhufer mit zwei Nägeln welche  regelmäßig geschnitten werden müssen. Durch ihre weichen Schwielen sind Alpakas unerhört schonsam gegenüber der Vegetation.

Ein Alpaka hat Zähne im Unterkiefer und eine Kauplatte im Oberkiefer.
Die Milchzähne verlieren sie im Alter von 2-3 Jahren.
Die Hengste bekommen zwischen dem 3-4 Lebensjahr ihre  Kampfzähne. Ein Zahn auf jeder Seite im Unterkiefer und 2 Zähne auf jeder Seite im Oberkiefer. Im Kampf mit anderen  Hengsten können das gefährliche Waffen sein.

Alpakas gibt es in vielen Farben, von reinweiß- beige, braun, schwarz, verschiedene Grauabstufungen und auch mehrfarbige Tiere werden immer beliebter.

Die Tragzeit eines Alpakas beträgt zwischen 320 und 380 Tage. Danach bringt die Stute meist nur ein Jungtier (Cria) zur Welt.
Das Fohlen wird 6- 8 Monate gesäugt. Zwischen 12 und 14 Monaten wird ein Alpaka geschlechtsreif.
Im Spanischen spricht man von einer Hembra( Stute),einem Macho (Hengst) und einem Cria (Fohlen).



Alpakas sind ausgesprochene Herdentiere und fühlen sich nur in einer Gruppe Ihresgleichen wohl.


Sie haben eine gespaltene Oberlippe, welche gut zum Abrupfen von Gräsern und Blättern geeignet ist. Außerdem sollten sie Heu und immer frisches Wasser zur Verfügung haben. Die hier notwendigen Mineralien und Vitamine bekommen sie in Form von Pellets.
Im Winterhalbjahr brauchen sie extra A-Vitamine wegen dem Lichtmangel in Europa.
Es wird auch empfohlen einmal im Jahr gegen Chlostridien und Tetanus zu impfen.

Natürlich können Alpakas auch spucken. Das tun sie aber nur selten, und wenn dann nur bei Streitigkeiten untereinander. Ein Alpaka, welches spuckt holt die Reste vom Magen und fühlt sich dabei sehr unwohl.

Alpakas werden hauptsächlich als Wollproduzenten, zur Zucht, als "Rasenmäher" oder einfach nur als Hobbytier gehalten.
Durch ihr sensibles, freundliches Wesen sind sie auch sehr gut für die tiergestützte Therapie, besonders bei psychisch bedingten Problemen geeignet.

Es sind ruhige, intelligente und sehr neugierige Tiere.
Man muß schon aufpassen, wenn ein Alpaka einem mit seinen großen Augen anschaut, dass man nicht unheilbar vom Alpakavirus infiziert wird.

Huacayaalpakas

Surialpakas

Huacayacrimp

Suricrimp